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Was ist AHB-DTA und wie funktioniert es?

Digitale AHB-Anträge einfach und sicher über Recare versenden.

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Verfasst von Sohrab Amiri

Mit AHB-DTA (auch eAHB/DTA genannt) können Sie Anträge auf Anschlussrehabilitation und ärztliche Befundberichte direkt aus Recare heraus digital an gesetzliche Krankenkassen übermitteln – sicher, strukturiert und ohne Papier. Die Übertragung erfolgt über KIM (Kommunikation im Medizinwesen), eine verschlüsselte Infrastruktur der Telematik.


Für wen ist AHB-DTA gedacht?

Die Funktion richtet sich primär an den Sozialdienst und das Case Management im Krankenhaus. Ärztinnen und Ärzte sind je nach Prozess am Befundbericht beteiligt.


Was können Sie mit AHB-DTA machen?

  • Antrag auf Anschlussrehabilitation erstellen und ausfüllen

  • Ärztlichen Befundbericht erstellen und ausfüllen

  • Antrag und Befundbericht digital an die gesetzliche Krankenkasse versenden (Ende-zu-Ende verschlüsselt über KIM)

  • Rückmeldungen der Krankenkasse direkt in Recare einsehen

  • Antwortdokumente manuell ins KIS übertragen (per Button, wenn eine KIS-Schnittstelle vorhanden ist)

Notiz: Zusätzlich zur Anzeige der Antwort im Produkt erhalten Sie eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald eine Rückmeldung der Krankenkasse eingegangen ist.


Wie wird der Befundbericht ausgefüllt?

Es gibt drei gängige Prozess-Varianten:

  1. Manuell in Recare – Teilvorbefüllung über Schnittstellen, der Rest wird manuell ergänzt.

  2. SSO / fallbezogener Zugriff – Der Sozialdienst bereitet den Antrag vor, die Ärztin oder der Arzt ergänzt den Befundbericht.

  3. Über Extract (PDF aus dem KIS) – Der Befundbericht wird als PDF aus dem KIS ausgelesen und automatisch in die Felder überführt.


Was ist aktuell nicht möglich?

  • Widerspruchsverfahren oder weitere Kommunikation mit Kostenträgern über Recare sind aktuell nicht Bestandteil des DTA-Verfahrens.

  • Antworten der Krankenkasse werden nicht automatisch ins KIS synchronisiert – die Rückübertragung erfolgt nur manuell per Button (sofern eine Schnittstelle vorhanden ist).

  • AHB-DTA ist aktuell ausschließlich für gesetzlich Versicherte und die Kommunikation mit gesetzlichen Krankenkassen verfügbar. Privat Versicherte und die DRV sind aktuell nicht abgedeckt.


FAQs

Müssen Dokumente für den digitalen Versand unterschrieben werden?

Nein, für den digitalen Datensatz sind keine digitalen Unterschriften vorgesehen. Es empfiehlt sich jedoch, unterschriebene Dokumente lokal zur internen Dokumentation vorzuhalten.

Wie erfahre ich, ob die Krankenkasse geantwortet hat?

Sie erfahren es auf zwei Wegen: Die Antwort ist direkt in Recare sichtbar, und Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail-Benachrichtigung, dass eine Rückmeldung eingegangen ist.

Funktioniert AHB-DTA auch für die Deutsche Rentenversicherung (DRV)?

Nein, AHB-DTA ist aktuell ausschließlich auf die Kommunikation mit gesetzlichen Krankenkassen ausgerichtet. Die DRV wird derzeit nicht unterstützt.

Kann ich AHB-DTA auch für privat versicherte Patientinnen und Patienten nutzen?

Nein, der Prozess ist aktuell auf gesetzlich Versicherte (GKV) ausgelegt. Für privat Versicherte steht diese Funktion nicht zur Verfügung.

Werden Antworten der Krankenkasse automatisch ins KIS übertragen?

Nein, Antwortdokumente werden nicht automatisch synchronisiert. Sie können sie manuell per Button ins KIS übertragen – sofern eine entsprechende KIS-Schnittstelle in Ihrem Setup vorhanden ist.

Welche technischen Voraussetzungen brauche ich?

Für die Nutzung von AHB-DTA benötigen Sie eine TI/KIM-Anbindung über Recare TI Connect. Typischerweise sind folgende Komponenten erforderlich: ein TI-Konnektor, ein KIM-Client und KIM-Postfach sowie eine dedizierte KIM-Adresse (Best Practice: eine eigene Recare-KIM-Adresse für eine saubere Zuordnung der Antworten). Die genauen Voraussetzungen hängen vom individuellen Setup Ihres Hauses ab. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Recare-Ansprechpartner.

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