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Wie nutze ich Recare Predict?

So erkennen und steuern Sie mit Recare Predict frühzeitig, welche Patient:innen voraussichtlich eine Überleitung benötigen.

Verfasst von Johannes Kuhla

Notiz: Recare Predict berechnet für jede:n stationäre:n Patient:in einen Überleitungsbedarf (Wahrscheinlichkeit, dass eine Nachsorge bzw. Überleitung nötig wird) und hilft dem Entlassmanagement, Fälle früh zu erkennen, zu priorisieren und zu dokumentieren. Predict ist ein Klinik-Modul und muss vertraglich freigeschaltet sein.

Predict öffnen

  1. Bei Recare anmelden.

  2. Oben links neben dem Recare-Logo über das Dropdown statt „Dashboard" die Predict-Oberfläche wählen.

  3. Oben rechts das Klinikum auswählen (bei mehreren Standorten über das Dropdown). Ebenfalls oben rechts erreichen Sie Benutzerkonto, Kundenservice, Newsletter und FAQ.


Die Patientenliste

Sie sehen eine Liste der relevanten Patient:innen mit Station, Alter, Diagnose (ICD-10), Barthel-Index, Aufnahmedatum, Aufenthaltsdauer und dem Überleitungsbedarf in Prozent.

  • Sortieren: z. B. nach Aufenthaltsdauer (Klick auf die Spalte).

  • Nach Fallnummer suchen: über die Lupe die Krankenhausfallnummer eingeben, um direkt zu einer/einem Patient:in zu springen.


Einen Fall bearbeiten

Öffnen Sie eine:n Patient:in bzw. scrollen Sie in der Zeile nach rechts:

  • Status wählen:

    • Offen – noch nicht entschieden, liegt im Pool der abzuarbeitenden Fälle.

    • Überleitung nicht nötig – keine Nachsorge nötig, die Person kann unversorgt nach Hause.

    • Überleitung gestartet – für den Fall läuft bereits eine Suche in Recare (Discharge); aus Predict muss nichts weiter angestoßen werden.

    • Gemeldet – jemand ist zuständig bzw. der Fall wurde besprochen, eine finale Entscheidung steht aber noch aus.

  • Zuständige:n Mitarbeiter:in zuweisen (z. B. sich selbst oder bei Übernahme eine:n Kolleg:in aus der Liste).

  • Bewertung (Daumen hoch/runter): Bewerten Sie, ob die Vorhersage für diesen Fall passt – das hilft, das Modell zu überprüfen und zu trainieren (z. B. Daumen runter bei hohem Bedarf, obwohl klar keine Nachsorge nötig ist).

  • Lesezeichen: Patient:in vormerken, um sie/ihn später über den Filter markierte Patienten wiederzufinden.

  • Erscheint der Hinweis „Aktualisieren Sie, um Änderungen zu sehen", klicken Sie darauf, um die Ansicht zu aktualisieren.


Details und Erklärung der Berechnung

Über Details öffnen Sie die Einzelansicht. Unter Erklärung der Berechnung sehen Sie, wie sich der Prozentwert zusammensetzt – welchen Anteil z. B. Alter, Haupt- und Nebendiagnose, Geschlecht, Barthel-Index und Pflegegrad beitragen. Zusätzlich finden Sie Patientendaten wie Geburtsdatum, Geschlecht, Pflegegrad, Adresse, Krankenkasse, Versichertennummer, Haupt- und Nebendiagnosen sowie das Aufnahmedatum.


Die Liste filtern

Über den blauen Button Filter grenzen Sie die Liste ein (Mehrfachauswahl möglich):

  • Station (z. B. Kardiologie, Pneumologie)

  • Fachabteilung (z. B. Innere Medizin)

  • Status (Offen, Überleitung nicht nötig, Überleitung gestartet, Gemeldet)

  • Zuständige:r Mitarbeiter:in

  • Überleitungsbedarf (niedrige, mittlere oder hohe Wahrscheinlichkeit)

  • Aufnahmedatum (über das Kalendersymbol)

  • Markierte Patienten (Ihre Lesezeichen)

Klicken Sie auf Filter anwenden. Aktive Filter erscheinen als Kärtchen und lassen sich einzeln entfernen.

Tipp: Markieren Sie zu Dienstbeginn die Patient:innen, um die Sie sich heute kümmern möchten, und rufen Sie sie über den Filter markierte Patienten gebündelt auf.


FAQs

Was bedeutet der Überleitungsbedarf in Prozent?

Er ist die vom Modell berechnete Wahrscheinlichkeit, dass für diese:n Patient:in eine Überleitung bzw. Nachsorge nötig wird. Über Details → Erklärung der Berechnung sehen Sie, welche Faktoren wie stark einfließen.

Was bedeuten die verschiedenen Status?

„Offen" = noch zu entscheiden; „Überleitung nicht nötig" = keine Nachsorge; „Überleitung gestartet" = es läuft bereits eine Suche in Recare; „Gemeldet" = zuständig bzw. besprochen, aber noch offen.

Wozu dient Daumen hoch/runter?

Zur Rückmeldung, ob die Vorhersage passt. Das hilft, das Predict-Modell zu überprüfen und weiter zu trainieren.

Wie finde ich meine vorgemerkten Patient:innen wieder?

Über den Filter markierte Patienten – dort erscheinen alle mit Lesezeichen versehenen Fälle.

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